Remedia Editorial (AI, edited by A. P.) · Published:
Eine Reihe von Bombendrohungen gegen den europäischen Flugverkehr hat zu Umleitungen und Sicherheitskontrollen geführt. Bisher haben die Untersuchungen jedoch keine Sprengsätze bestätigt. Die zuständigen Behörden ermitteln weiter. Noch ist weder bekannt, wer hinter den Drohungen steckt, noch ob die einzelnen Vorfälle miteinander zusammenhängen.
Einer der jüngsten Fälle ereignete sich am 6. November am Flughafen Lissabon. Die portugiesische Polizei (PSP) erhielt eine Bombendrohung im Zusammenhang mit einem Ryanair-Flug von Lissabon nach Rom. Die Meldung ging um 7:20 Uhr ein, als sich das Flugzeug noch auf dem Weg zum Flughafen befand.
Nach Angaben der PSP, über die der portugiesische öffentlich-rechtliche Sender RTP berichtete, untersuchte eine spezialisierte Polizeieinheit das Flugzeug nach der Landung. Dabei wurden weder Sprengstoff noch verdächtige Gegenstände oder andere Unregelmäßigkeiten gefunden. Auch die Passagiere und ihr Gepäck wurden kontrolliert. Anschließend konnten die Sicherheitsmaßnahmen beendet und der normale Betrieb wieder aufgenommen werden. Die Ermittlungen zur Herkunft der Drohung dauern an.
Die Europäische Kommission bestätigte am 6. November, dass ein Mechanismus zum Austausch von Informationen über die Sicherheit des Luftverkehrs zwischen den EU-Mitgliedstaaten aktiviert wurde. Die Kommission arbeitet mit den betroffenen Ländern und der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zusammen. Die nationalen Behörden wurden aufgefordert, bei den Ermittlungen zusammenzuarbeiten.
EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas bezeichnete die Bedrohung der Zivilbevölkerung als inakzeptabel. Zugleich betonte er, dass es noch zu früh sei, um einen Zusammenhang zwischen den gemeldeten Vorfällen festzustellen.
Was lässt sich derzeit sagen? Die Drohungen sind ernst zu nehmende Sicherheitsmeldungen, die von den zuständigen Stellen überprüft werden müssen – auch wenn sie sich letztlich als falsch herausstellen. Es gibt jedoch bislang keine Bestätigung dafür, dass Sprengstoff gefunden wurde oder ein bestimmter Staat beziehungsweise eine Organisation hinter den Drohungen steht. Spekulationen über eine russische Beteiligung oder eine koordinierte Sabotageaktion sind keine erwiesenen Tatsachen.
Die Sicherheitskontrollen und Ermittlungen gehen weiter. Die bisherigen Ergebnisse rechtfertigen Vorsicht, aber keine Schlussfolgerungen über eine unmittelbar drohende großflächige Gefahr für den europäischen Flugverkehr.