Am Samstag haben Raketen den internationalen Flughafen von Riad getroffen, der Hauptstadt Saudi-Arabiens. Nach Angaben der saudischen Luftfahrtbehörde wurden 12 Menschen getötet und 309 verletzt. Das ist ein schweres Ereignis, und man sollte es nicht kleinreden. Aber Schlagzeilen mit Wörtern wie „blutig“, „schrecklich“ und „Chaos“ sagen nicht, was für die Leser am wichtigsten ist: wo die Gefahr ist und wen sie betrifft.
Was bekannt ist
Was nicht ganz klar ist
Ein Teil der Portale schreibt, die Huthis hätten sich zu dem Angriff bekannt. Das deutsche Portal t-online berichtet, dass sich zunächst niemand bekannt hat und dass die saudischen Behörden den Angriff den Huthis zuschreiben. Zu den früheren Angriffen auf denselben Flughafen haben sich die Huthis bekannt. In sozialen Netzwerken ist auch von 50 Verletzten die Rede, die offizielle Zahl ist aber 309.
Warum das passiert
Die Angriffe gehören zum Krieg im Jemen. Die jemenitische Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird, hat in dieser Woche eine Offensive gegen die Huthis begonnen. Die Huthis haben daraufhin den saudischen Luftraum zum militärischen Einsatzgebiet erklärt. Das Ziel ist also Saudi-Arabien, und die Quellen nennen keine Gefahr für Europa.
Worauf man achten sollte
Die Botschaften der USA, Großbritanniens, Irlands und Kanadas haben ihre Bürger gewarnt, den Flughafen und die Umgebung zu meiden. Deutschland und andere westliche Länder raten davon ab, diesen Flughafen zu nutzen. Wer nach Saudi-Arabien reist oder in Riad umsteigt, sollte seinen Flug bei der Fluggesellschaft prüfen.
Ehrlich gesagt gehört auch das dazu: Die Lage kann sich verschlechtern. Das saudische Militär hat eine Reaktion angekündigt, und US-Präsident Donald Trump sagte, die USA würden schnell entscheiden, ob sie sich an den Angriffen auf die Huthis beteiligen. Bisher gibt es keine Anzeichen für eine Beruhigung.